Kein Hunger
Hunger ist nicht nur das Ergebnis von Nahrungsmittelknappheit, sondern vor allem ein Verteilungsproblem. Weltweit werden genügend Lebensmittel produziert, um alle Menschen zu ernähren, dennoch leiden Millionen unter Unterernährung, während in anderen Regionen Lebensmittel im Überfluss vorhanden sind oder weggeworfen werden. SDG 2 setzt sich daher für Ernährungssicherheit, nachhaltige Landwirtschaft und eine gerechte Verteilung von Ressourcen ein.
Globale Ernährungssysteme sind stark belastet. Intensive Landwirtschaft führt zu Bodendegradation, Verlust von Biodiversität, hohem Wasserverbrauch und Treibhausgasemissionen. Monokulturen und der Einsatz von Pestiziden schädigen Ökosysteme. Gleichzeitig sind viele Kleinbäuerinnen und Kleinbauern von Armut betroffen und können mit industriellen Agrarsystemen kaum konkurrieren. Der Klimawandel verschärft diese Situation durch Dürren, Überschwemmungen und Ernteausfälle.
BNE zeigt auf, wie Ernährung mit Klima, Biodiversität, Wasserverbrauch und sozialer Gerechtigkeit zusammenhängt. Lernende reflektieren ihre eigenen Essgewohnheiten und erkennen, dass regionale, saisonale und pflanzenbasierte Ernährung einen Beitrag zur Entlastung globaler Systeme leisten kann. Auch der bewusste Umgang mit Lebensmitteln und die Vermeidung von Verschwendung spielen eine wichtige Rolle.
Langfristig geht es darum, nachhaltige Landwirtschaft zu fördern, faire Handelsstrukturen zu schaffen und den Zugang zu gesunder Nahrung für alle zu gewährleisten. Ernährungssicherheit ist eine Grundvoraussetzung für Gesundheit, Bildung und gesellschaftliche Stabilität.