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Corona-Auswirkungen: Saure Gurken werden knapp

Die Sommer- und Ferienmonate werden unter Journalisten gerne als „Saure-Gurken-Zeit“ bezeichnet, weil in diesen Monaten wenig berichtenswertes geschehe. Aktuell ist es anders; da sorgen gerade die sauren Gurken für Schlagzeilen in der Landwirtschaft. Denn die Erzeuger des pikanten Fruchtgemüses können die Verbrauchernachfrage nicht bedienen, meldet der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie e.V. (BOGK).

In den von Beschränkungen betroffenen Corona-Monaten März bis April lag die Nachfrage nach sauren Gurken zweifach höher als sonst in dieser Zeit. Inzwischen seien die Lager leer, teilt der BOGK mit. Jetzt, da die neue Ernte beginnt, werden rund 60.000 Erntehelfer benötigt, die traditionell vor allem aus Polen und Rumänien kommen. Bislang seien trotz der Lockerungen im Reiseverkehr jedoch erst 40.000 Helfer eingereist. Damit könnten die nötigen Gurkenmengen nicht geerntet werden, um die Nachfrage zu bedienen. Das werde voraussichtlich Preissteigerungen zur Folge haben.

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