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Welttag der Landfrauen erinnert an ganz besondere Leistungen

Frauen spielen in ländlichen Regionen eine ganz besondere Rolle. Sie tragen zur Entwicklung der Landwirtschaft bei, sorgen für die Ernährung ihrer Familien und stemmen sich gegen die Armut - ohne dass ihre Leistungen dabei gebührend würdigt werden. Diese Beschreibung mag aus europäischer Sicht ungewöhnlich anmuten, und tatsächlich bezieht sie sich auf die Leistungen von Landfrauen in Entwicklungsländern. Sie wollte man erstmals 2008 mit der Etablierung des "Internationalen Tags der Frauen in ländlichen Gebieten" in den Fokus stellen, als sich die Vereinten Nationen auf diesen Gedenktag geeinigt hatten.

Doch auch bei uns in Deutschland werden die Leistungen der Landfrauen zu wenig gewürdigt. Sie wirken meist im Hintergrund, sind nur selten als Betriebsleiterinnen aktiv und werden eher durch ihr Engagement auf Dorffesten wahrgenommen.

Dagegen sind die Landfrauen in Deutschland hoch organisiert. Mehr als eine halbe Million sind im Deutschen LandFrauenverband e.V. aktiv, der auch i.m.a-Mitglied ist. Viele ihrer Ziele sind hochpolitisch, wie z.B. das Engagement für Geschlechtergerechtigkeit oder Lohngleichheit.

Ohne diese Frauen würde Bildungsarbeit auf dem Land nicht funktionieren. Darum sind die Landfrauen wichtige Partner der i.m.a-Arbeit, wenn sie z.B. in Kindertagesstätten und Schulen über die Landwirtschaft informieren oder Ernährungsbildung betreiben. Dass sie bei all diesem Engagement zumeist auch noch als Bäuerinnen auf dem Familienbetrieb mitarbeiten, sich um Kinder und den Haushalt kümmern und dabei den Frauen in den Städten in nichts nachstehen, verlangt von unserer Gesellschaft mehr als nur Wertschätzung an einem internationalen Gedenktag.

 

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