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Raps aus Deutschland deckt den Bedarf nicht

Rapsöl ist wohl das beim Verbraucher bekannteste Produkt, das aus den Energiepflanzen gewonnen wird. Doch neben Speiseöl werden auch Biodiesel und technische Öle aus Rapspflanzen hergestellt. Nicht zuletzt dient Raps auch als Futtermittel für Kühe und Schweine.

Frankreich gilt als der größte europäische Rapsproduzent, gefolgt von Deutschland. Doch das kann sich Jahr um Jahr, Saison um Saison ändern. Denn Wetter, Marktpreise und auch politische Vorgaben beeinflussen die Entscheidungen der Landwirte, ob sie Raps anbauen. Aktuell beträgt die Anbaufläche für Winterraps in Deutschland etwas mehr als 954.000 Hektar. Sie liegt damit zwar um zwölf Prozent über dem Vorjahr, langfristig jedoch ist sie unterdurchschnittlich. Den größten Zuwachs an Rapsanbauflächen verzeichnet momentan Hessen. Insgesamt betrachtet liegt Mecklenburg-Vorpommern mit 179.000 Hektar Fläche beim Rapsanbau bundesweit vorn, gefolgt von Sachsen.

Nur etwa vierzig Prozent des deutschen Rapsbedarfs kann durch die heimische Landwirtschaft gedeckt werden, wie das i.m.a-Mitglied, die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. mitteilt. Der Rest wird importiert; aktuell zu 18 Prozent aus der Ukraine. 16 Prozent kommen aus Frankreich und 14 Prozent aus den Niederlanden. Raps aus Kanada, dem Weltmarktführer, wurde zuletzt nur zu sieben Prozent eingeführt. Insgesamt wurden in der vergangenen Saison sieben Prozent weniger Energiepflanzen importiert.

Über den Anbau und die Verwendung von Raps, der z.B. als hervorragende Vorfrucht für den nachfolgenden Anbau von Weizen die Bodenstruktur verbessert, informieren zahlreiche i.m.a-Bildungsmaterialien. Sie stehen kostenlos im webshop bereit - als download oder zum Bestellen.

 

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