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« Bei der klassischen Freilandhaltung leidet der Boden zu sehr. Deshalb versetzen wir unsere Ställe regelmäßig. »

Peer Sachteleben, Landwirt

Am Rande der Stadt Osnabrück liegt der Schlehbaumhof. Die jungen Betriebsleiter Peer Sachteleben und Anna Zeidler haben ihn nach einer langen Pause wieder reaktiviert und bewirtschaften ihn ökologisch. Die Schweine leben in eigens entwickelten Mobilställen, wofür Peer bereits den Innovationspreis der Initiative Tierwohl gewonnen hat. Das ganzheitliche Hofkonzept sieht vor, dass sich alle Ressourcen im Kreislauf befinden. Die Produkte vom Feld und aus dem Stall sollen zukünftig vollständig über den Hofladen vermarktet werden.

Der Geruch von geräucherter Wurst zieht über den Schlehbaumhof, rund 8 km östlich von Osnabrück. Der Hof liegt im Ortskern des kleinen Vorortes Darum. Das große, weiße Hauptgebäude mit seiner großen Sonnentür gibt dem Hof seinen Charakter. Nach einem Brand im Jahr 1910 wurde der Hof neu aufgebaut und anschließend lange Zeit verpachtet. Er diente nur als Wohnraum und nicht als landwirtschaftlicher Betrieb.

Landwirt Peer Sachteleben ist auf dem Hof groß geworden. Er absolvierte eine Ausbildung zum Landwirt und ein Studium im Bereich der ökologischen Landwirtschaft in Witzenhausen. Nach einem Jahr im Ausland, beschloss er 2017 gemeinsam mit seiner Frau Anna den Betrieb zu reaktivieren und die Landwirtschaft neu auszurichten. Peer´s Eltern sind beruflich beide außerhalb der Landwirtschaft tätig. Sie wohnen mittlerweile unweit der Hofstelle in einem angrenzenden Haus, helfen jedoch aktiv auf dem Hof mit.

Das Hofkonzept von Peer und Anna sieht vor, dass alle Ressourcen im Kreislauf bleiben und alles restlos verwertet wird. Deshalb findet man auf dem Hof eine Vielzahl an Ackerfrüchten, Obst, Gemüse und die Tierhaltung, die miteinander in Beziehung stehen. Der Dung und der Mist der Tiere werden auf den Feldern als Dünger verwendet, wo das Getreide wächst, was wiederum als Futter für die Tiere verwendet wird.

Reste vom Obst und Gemüse werden an die Schweine, Schafe oder Hähnchen verfüttert. Lange Wege sollen vermieden werden, deshalb werden die Schweine in einem nahegelegenen Schlachthof geschlachtet. Die Hälften holt Peer Sachteleben ab und bringt sie in den Hofladen, wo sie in der eigenen Felischerei weiterverarbeitet werden. Ein Fleischer zerlegt dort die Hälften und fertig diverse Wurstwaren und Frischfleisch an.

Der Hofladen ist das Reich von Anna Zeidler. Sie sorgt dafür, dass die Selbstbedienungskühlschränke und die Frischetheke gefüllt sind. Die Frischetheke ist donnerstags bis samstags, und die Kühlschränke jeden Tag geöffnet. Hier findet man Salami, Hackfleisch, Koteletts, Braten, Leber- und Schinkenwurst, Speck, Nackensteaks und vieles mehr – alles von den eigenen Schweinen. Neuerdings gibt es Freitags und Samstag Kaffee und selbstgebackenen Kuchen. Auch die beiden Kinder Ove und Tammo sind mit vollem Eifer dabei, wenn es heißt, die Schweine zu füttern oder auf dem Gemüseacker anzupacken.

Die Schweine werden in Mobilställen gehalten, die Peer zusammen mit deinem Vater entworfen hat. 

 

 

  • Schweine: Sauen, Mastschweine
  • Geflügel: Hähnchen
  • Obst
  • Gemüse
  • Getreide
  • Bio-Betrieb
  • Direktvermarktung

« Wir möchten nichts wegwerfen. Alles soll verwertet werden. Vom Ringelschwanz bis zu den Ohren. »

Peer Sachteleben, Landwirt

Schlehbaumhof in Niedersachsen