So geht's: Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Landwirtschaft
Die außerschulische Bildungsarbeit auf Bauernhöfen entwickelt sich immer mehr zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Wissensvermittlung für Schüler und Schülerinnen an allgemeinbildenden Schulen. Lehrkräfte nutzen gerne die Angebote von Landwirten, die auf ihren Höfen dazu einladen, die landwirtschaftliche Praxis kennenzulernen und dabei zu erfahren, wie Nahrungsmittel erzeugt, Lebensmittel produziert, Tiere gehalten und Landschaften gepflegt werden.
Die Schüler und Schülerinnen werden bei ihren Exkursionen auf den Bauernhöfen zum Mitmachen eingeladen. Indem sie sich tatkräftig engagieren, erweitern sie nicht nur ihr Wissen und ihre Fähigkeiten. Sie lernen dabei indirekt auch, welche Folgen Entscheidungen haben können. Diese Selbsterfahrungen, die in Erkenntnissen münden, sind ein wichtiger Bestandteil der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE), wie sie in den Lehrplänen der Schulen verankert ist.
Ziel einer „BNE“ ist es, besonders junge Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln zu motivieren. So sollen sie befähigt werden, die Auswirkungen ihres Handelns auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft zu prüfen und zu verstehen, um so verantwortungsvolle Entscheidungen treffen zu können. Man könnte die „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ auch als Erziehung zu Lebenstüchtigkeit umschreiben, als eine Form der Befähigung, sich im Leben zurechtzufinden.
Manchen Akteuren in der landwirtschaftlichen Bildungsarbeit erscheint die „BNE“-Thematik als ein anspruchsvolles Projekt, dessen Umsetzung sie sich nicht zutrauen. Dass es jedoch gerade in der Praxis eines landwirtschaftlichen Betriebes recht einfach sein kann, den „BNE“-Anforderungen gerecht zu werden, will der i.m.a e.V. in seinem zweitägigen Seminar vermitteln.
Thale Meyer, die i.m.a-Dozentin, ist Bauernhofpädagogin und organisiert auf dem heimischen Betrieb immer wieder außerschulische Bildungsangebote nach den „BNE“-Kriterien. Sie wird über die „BNE“-Historie informieren und Beispiele für die Umsetzung in der Praxis geben.
Das Online-Seminar ist offen für die Teilnehmer der i.m.a-Initiativen „EinSichten in die Tierhaltung" und „Netzwerk Lernort Bauernhof“ sowie „Landwirtschaft macht Schule“.

