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Bei Tierhaltern mit Kühen ist immer „Weltschulmilchtag“

- Kategorie Projekte

Die Werbesprüche zur Milch sind älter als der seit 26 Jahren begangene „Weltschulmilchtag“. Aber die Bedeutung der Milch für die Ernährung, vor allem für Kinder, hat von ihrer Bedeutung in all den Jahrzehnten nichts verloren. Darum ist es wichtig, immer wieder daran zu erinnern, welchen Beitrag Milch und damit die Rinderhaltung insgesamt für die Bevölkerung leisten.

„Milch macht Müde Männer munter“, lautete einst die Zeile eines Schlagers. Die Aussage war wenig korrekt, denn eigentlich hat das in der Milch enthaltene Melatonin eher eine beruhigende Wirkung. Wohl deshalb trinkt ein TV-Kommissar bei seinem aufreibenden Job eher Milch als Mokka. Und dass Milch insbesondere nur auf Männer wirken soll, würde in unserer heutigen ernährungsphysiologisch aufgeklärten Welt ohnehin niemand mehr zu behaupten wagen.

Fakt aber ist und bleibt: Milch ist mit ihrem hohen Anteil an Calcium, Mineralstoffen und Vitaminen ein Lebensmittel, das insbesondere für die Entwicklung des Körperbaus von Kindern unverzichtbar ist. Wohl auch darum fokussiert der „Weltmilchtag“ nicht allein auf das Nahrungsmittel, sondern verweist auch auf deren Herkunft, die in der Tierhaltung der Landwirtschaft begründet ist.

Ohne das Engagement der bundesweit etwa 46.000 Milchviehhalter und deren 3,6 Millionen Milchkühen würde die Versorgung der Bevölkerung mit Milch und Molkereiprodukten nicht machbar sein. Sie sorgen dafür, dass der Selbstversorgungsgrad mit Milch in Deutschland bei mehr als hundert Prozent liegt. Bei Milchprodukten wie Butter und Käse ist er nochmals höher. Anderseits hat der Pro-Kopf-Verbrauch im vergangenen Jahr deutlich abgenommen. Mit nur 45 Kilogramm lag er auf einem historischen Tief.

Ein Grund mehr, für das Glas Trinkmilch und die Molkereiprodukte zu werben. Das Schulmilchprogramm der EU greift dieses Thema europaweit auf. Kinder in Kindertagesstätten und Grundschulen erhalten auf Antrag der Einrichtungen kostenlose Milch und inzwischen auch Obst und Gemüse. Denn das Schulmilchprogramm will nicht nur das Bewusstsein für ein gesundes Getränk schärfen, sondern für eine insgesamt ausgewogene Ernährung, zu der auch Obst und Gemüse gehören. Aktuell nehmen 14 Bundesländer am Schulmilchprogramm der EU teil.

Was das Schulmilchprogramm jedoch nicht leisten kann, dass ist die Vermittlung einer Wertschätzung von Nahrungsmitteln, wie sie z.B. auf Bauernhöfen möglich ist. Kinder und Jugendliche, die einmal in der Realität der landwirtschaftlichen Praxis gesehen und erlebt haben, wie Milch gemolken, Obst und Gemüse geerntet werden, entwickeln intensivere Bezüge zu den Lebensmitteln. Und nicht zuletzt auch zur Arbeit der Menschen in der Landwirtschaft. 

Darum sind Eltern, Erzieher und Lehrkräfte immer gut beraten, wenn sie mit Kindern einen Bauernhof besuchen. Auf den Betrieben, die sich in der i.m.a-Transparenz-Initiative „EinSichten in die Tierhaltung“ engagieren, kann z.B. besichtigt werden, wie Kühe leben, wie sie gemolken werden und was sonst noch alles für die Tiere getan wird, damit sichergestellt wird, dass das wertvolle Getränk „Milch“ noch lange verfügbar bleibt – ohne, dass es dafür einen „Weltschulmilchtag“ braucht.

Druckfähiges Bildmaterial sowie weitere Informationen über unseren Verein und unsere Arbeit erhalten Sie von uns gerne auf Anfrage.