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Der lange Weg vom Tannen- zum Weihnachtsbaum

- Kategorie Wissen

Oft sind es nur wenige Wochen, in denen festlich dekorierte Tannenbäume unsere Wohnzimmer schmücken. Vielerorts beginnt Ende November der Verkauf der Tannen und in immer mehr Haushalten werden sie bereits in der Adventszeit aufgestellt, illuminiert und geschmückt. Höhepunkt der Pracht ist dann am 24. Dezember der Heilige Abend, in dessen Mittelpunkt der Weihnachts- bzw. Christbaum steht. Es soll Haushalte geben, die den Baum bereits einen Tag später entsorgen. Traditionell ist jedoch im Neuen Jahr am 6. Januar, dem Dreikönigstag, die festliche Pracht vorbei und der Tannenbaum wird entsorgt.

Zwölf bis 14 Jahre dauert es, bis ein Tannenbaum die stattliche Größe von zwei Metern erreicht hat. Eine vergleichsweise lange Zeit im Vergleich zu den maximal sechs Wochen, die der Baum unsere Wohnzimmer schmückt. Mehr als dreitausend landwirtschaftliche und Gartenbaubetriebe sorgen dafür, dass alljährlich eine große Vielfalt grüner Tannen zur Auswahl steht.

Die meisten unserer Weihnachtsbäume werden hierzulande gezüchtet. Das Saatgut für den beliebtesten Baum, die Nordmanntanne, wird importiert; vor allem aus Georgien. Dafür werden die braunen Tannenzapfen von Hand geerntet. Die Aufzucht in einem Saatbeet dauert ein bis zwei Jahre. Dann werden die zarten Pflänzchen umgesetzt – in sogenannte „Verschulbeete“, in denen sie weitere ein bis zwei Jahre aufwachsen. Danach ziehen die Pflanzen in ihr eigentliches Aufzuchtgebiet um.

Während ihres Wachstums bleiben sich die Tannenbäume nicht selbst überlassen. Immer wieder werden ihre Spitzen und Triebe von Hand beschnitten, damit die Astreihen in gleichmäßigen Abständen wachsen und später ein schönes Wuchsbild bieten.

Zwischen den Baumreihen grasen vielerorts Schafe. Ihr Einsatz dient der Unkrautbekämpfung, der Reduktion von Pflanzenschutzmitteln und der artenreichen Entwicklung der Fauna. Der Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger gibt an, Forstexperten hätten ermittelt, „dass auf einem Hektar einer Weihnachtsbaumkultur bis zu 145 Tonnen Kohlendioxid gebunden werden“.

Tannenbäume werden in einer Vielzahl an Größen verkauft – von stattlichen meterhohen Bäumen für repräsentative Zwecke bis zu kleinen Tannen, die als Tischdekoration weihnachtliche Atmosphäre verbreiten. Sie sind auch deshalb beliebt, weil sie häufig in Töpfen oder mit Ballen angeboten werden. So finden die Weihnachtsbäume auch nach ihrer Saison auf Balkonen oder in Gärten ein neues Zuhause.

Im i.m.a-Bildungsmagazin, dem „lebens.mittel.punkt“, Heft 31, informieren wir über das Wachstum von Tannenbäumen mit einem Unterrichtsbaustein für Grundschüler.

Druckfähiges Bildmaterial sowie weitere Informationen über unseren Verein und unsere Arbeit erhalten Sie von uns gerne auf Anfrage.