Im Biosphärenreservat „Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft“ grasen die Galloways der Familie Ladusch auf den grünen Weiden. Auf dem denkmalgeschützten Bauernhof im Landkreis Görlitz lässt sich deutsche Nachkriegsgeschichte und die Landwirtschaft hautnah erleben und authentisch nachvollziehen.
Ganzjährig stehen die dunklen Galloways von Ramona und Steffen Ladusch auf der Weide und leisten auf 235 ha Fläche einen wichtigen Beitrag zur Landschaftspflege. Deswegen bezeichnen sich die beiden sowohl als Landwirt*in als auch als Landschaftspfleger*in. Jeden Tag fährt Steffen zu den Weiden und sieht nach, wie es den Tieren geht und ob die Zäune in Ordnung sind. Seit 1992 bewirtschaften Ramona und Steffen den Betrieb. Sie holten auch die Galloways auf den Hof. Der Betrieb selbst hat eine längere Hofgeschichte: Erstmals wurde er 1763 erwähnt. In der DDR wurde der Betrieb 1960 gegen den Willen des Vaters zwangskollektiviert und in die sogenannte landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) eingegliedert. Mit der Wende 1989 wurde die eigenständige Bewirtschaftung der Familie wieder möglich und so übernahmen die beiden als „Wiedereinrichter“ den Hof von Ramonas Vater. Sie kauften Flächen hinzu, gingen ab 1996 in den Haupterwerb über und bauten den Hof zu dem auf, was er heute ist.