EinSichten in die Tierhaltung

Das Projekt

Das Projekt „EinSichten in die Tierhaltung“ ist eine Transparenz-Initiative des i.m.a e.V., welche Besuchern in ganz Deutschland Einblicke in die moderne Tierhaltung von heute geben soll. Die Besucher können die Bauernhöfe, welche durch eine Plakette am Hoftor als Teilnehmer des Projektes gekennzeichnet sind, besuchen und in den Stall schauen, bei vielen Betrieben ist sogar ein Rundgang (nach Absprache) durch den Stall möglich. Das Projekt soll dazu beitragen, Verbrauchern zu zeigen, wie unsere Nutztiere heute leben, wie die Ställe aussehen und was für eine art- und tiergerechte Haltung essenziell ist. Der Kontakt zwischen Landwirt*innen und Besucher*innen soll einladen, in einen Dialog zu treten, sich über die Tierhaltung zu informieren und gegebenenfalls auch sachlich zu diskutieren. 

Das Projekt wird von der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert und durch die Bauernverbände in ganz Deutschland unterstützt und hilft den engagierten Landwirt*innen finanziell und materiell bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit vor Ort. Zu diesem Zweck können Betriebe einen Zuschuss für eine bauliche Maßnahmen erhalten, die Einblicke in ihre Tierhaltung eröffnen. Ebenfalls werden Medien und Materialien, wie Infotafeln und Flyer, durch den i.m.a e.V. zur Verfügung gestellt, welche die landwirtschaftlichen Inhalte verständlich darstellen.

Unsere Landwirt*innen laden Euch ein, hinter die Kulissen auf einem Bauernhof zu gucken, Fragen zu stellen und das interessante Hofleben zu erkunden und erleben. Auf unserer Website stellen wir schon jetzt sieben interessante Betriebe aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands vor, damit Sie schon jetzt lesen könnten, was Sie auf den Betrieben erwarten wird.


Gesellschaftspolitischer Aspekt 

Das Projekt „EinSichten in die Tierhaltung“ wurde 2011 vom information.medien.agrar e.V. ins Leben gerufen, um der Entfremdung der Bevölkerung von der Landwirtschaft entgegen zu wirken. Der i.m.a e.V. will die urbane und ländliche Bevölkerung einladen, in einen Dialog mit den Erzeugern*innen ihrer Nahrungsmittel zu treten.  

Mehr Transparenz gewünscht

Vor fünfzig Jahren lagen die Bauernhöfe noch mitten im Dorf. Die meisten Menschen hatten dadurch einen direkten Kontakt zu einer Bauernfamilie die Nutztiere hielt. Die Landwirtschaft war ganz automatisch immer präsent und vielfach auch transparent, sodass sich bei vielen Konsumenten/innen ein Bewusstsein über eine räumliche und zeitliche Produktion der Lebensmittel entwickeln konnte. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich diese Situation stark verändert, da die Bauernhöfe teilweise stark gewachsen und ins Umland umgesiedelt wurden. 

Derzeit ist der Mensch stark von der Produktion unserer Lebensmittel entrückt. Häufig fehlen die Kenntnisse über die Herkunft und die Herstellung der täglich konsumierten Produkte. Wer Milch trinkt, Käse, Eier oder Fleisch isst, sollte und möchte wissen, woher diese Lebensmittel kommen und wie sie hergestellt werden.

Zudem ist Tierhaltung ein sensibles Thema, das leicht Emotionen und Aufmerksamkeit erzeugt. Die Tierhaltung steht insbesondere in jüngster Zeit im Fokus des gesellschaftlichen Interesses. Längst haben die Landwirte erkannt, dass sich Vertrauen in die heimische Landwirtschaft am besten durch Transparenz und Aufgeschlossenheit gegenüber den Verbraucher*innen entsteht.

Einblicke geben

Wie so vieles im Leben, ist auch der Umgang mit Tieren eine Frage der Haltung. Nutztierhaltung bedeutet, dass Landwirt*innen eine große Verantwortung zuteilwird. Wer ein Pferd, einen Hund oder andere Haustiere hält und pflegt, kann diese Verpflichtung gut nachvollziehen. Auf einem Bauernhof lernen die Menschen schon im jungen Alter, was diese Verantwortung bedeutet: Der morgendliche Kontrollgang über den gesamten Hof, das Füttern und Pflegen der Tiere sowie die Bereitschaft, 24 Stunden,an sieben Tagen in der Woche, für die Tiere da zu sein.

Um das zu verstehen, öffnen zahlreiche Landwirt*innen bereits ihre Hoftore für Interessierte und laden diese zum Dialog ein. Egal ob Schulklassen, Kindergärten oder Einzelpersonen – die Betriebe heißen jeden Besuch willkommen. Auf zahlreichen Bauernhöfen können die Besucher*innen den direkten Kontakt mit den Tieren genießen.  Manche Landwirt*innen erlauben interessierten Passanten jederzeit „EinSichten in die Tierhaltung“ durch ein Schaufenster am Stall, andere ermöglichen nach Absprache sogar Hofführungen. 

Kontakt aufnehmen

  • i.m.a - information.medien.agrar e.V.
  • Wilhelmsaue 37, 10713 Berlin
  • Telefon: 030 8105602-0
  • Fax: 030 8105602-215