Wenn Andenken aus dem Urlaub zuhause gefährlich werden
Wohl jeder hat schon einmal Andenken aus dem Urlaub mitgebracht, um sich an die schöne Ferienzeit zu erinnern. Gefährlich kann es jedoch werden, wenn Blumen, Pflanzen oder Samen, Früchte oder Gemüse im Gepäck sind. Denn mit diesen Andenken können auch Schädlinge mitreisen, die Krankheiten einschleppen.
Ein Beispiel ist der Japankäfer. Er gehört zu den gefährlichsten Schädlingen, weil er extrem anpassungsfähig ist. Gelangt er in die Botanik, schädigt er Obstbäume, Gartengemüse, Maifelder und Weinreben. Mehr als 300 heimische Pflanzenarten können von dem invasiven Käfer befallen werden.
Inzwischen ist der Japankäfer auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Internationaler Handel und Tourismus haben seine Verbreitung begünstigt. In einigen Regionen von Hessen und Baden-Württemberg mussten bereits strenge Maßnahmen zum Pflanzenschutz verfügt werden.
Der Befall durch invasive Schädlinge ist keine saisonale Gefahr, die mit einer einmal verlorenen Ernte erledigt ist. Die Larven des Japankäfers befallen im Boden Wurzeln und zerstören damit Pflanzen und Gräser komplett. Hat er sich einmal etabliert, ist seine Verbreitung kaum noch beherrschbar. Darum gibt es bereits in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen eingerichtete Portale, auf denen Schädlinge wie der Japankäfer gemeldet werden sollen.
Welche Herausforderungen der Schädlingsbefall für die Landwirtschaft bedeutet, beschreibt die Ausgabe 65 vom i.m.a-Bildungsmagazin „lebens.mittel.punkt“. In dem Beitrag „Landwirtschaft im Spannungsfeld natürlicher Gefahren“ geht es u.a. auch um den konventionellen und ökologischen Pflanzenschutz und die landwirtschaftliche Praxis. Für den Schulunterricht bietet der Beitrag zwei Arbeitsblätter für den Einsatz in der Oberschule.

